Diese sind gut gehütet von ihren Herstellern, vor allem zu Zeiten, in denen das spielerische Konkurrieren der Motorhersteller genauso aufregend und spannend war, wie die Rennen selbst. Ein jeder Fan war zu Saisonbeginn gespannt mit welchen Neuerungen, Verbesserungen und mehr Pferdestärke di Motoren der einzelnen F1 Rennwagen ausgestattet wurden.

In manchen Saisonjahre kommen dann auch Motorschätze ans Tageslicht, die maßgeblich den Ausgang der Saison entschieden … und zwar wieder aller Erwartungen, Spekulationen und Prognosen. Können Sie sich noch an den spektakulären Sieg von Williams über Ferrari zu Beginn der 90iger erinnern? Ohne den BMW V10s wäre dieser bestimmt so nicht möglich gewesen. Oder die Motoren von Honda, die Williams wie McLaren ihren Namen in der Weltrangliste sicherten?

Der Trouble um die Motoren hat in den letzen Jahren etwas nachgelassen. Zu unbedeutend und geringfügig sind die aktuellen Neuerungen, die die Hersteller von Saison zu Saison ihrer Fangemeinde präsentieren. Es scheint zu einem Entwicklungsstillstand gekommen zu sein. Kleine Überraschungen lassen die F1 Szene dann doch gelegentlich den Atem anhalten und stutzen.

2011 war es nämlich gleich zwei Motoren die für Furore sorgten: (1) Der neue Motor des RB7, der Red Bull zurück an die Spitze und in den Fokus der Formel 1 Welt katapultierte und (2) wenn man sich die zahlen, Daten, Fakten und Statistiken etwas genauer ansieht, der Motor von Mercedes. Der hat in Bezeug auf Leistung, Effektivität, Fahrtauglichkeit und -komfort sowie Wartung und Instandhaltung nämlich am besten von allen Motoren abgeschnitten. Schaut man auf die Statistiken der letzen Saisons und Jahre, so führt der Mercedes Motor übrigens die Liste seit drei aufeinanderfolgenden Jahren an.

Erstaunliche Verbesserungen wurden über die letzen Jahre übrigens auch im Bereich der Leistungserbringung der Motoren in den ‚Safety Rounds‘ erzielt. Man mag es nicht glauben, aber es bedarf einiges an Talent, die Temperatur des Motors auszugleichen und im Gleichgewicht zu halten. Er wird in den Safety Rounds nicht so hart beansprucht, was einen rapiden Temperaturabfall bedeutet. Dass sich dieser nicht negativ auf die Leistungserbringung bei anschließender Beschleunigungen auswirkt, ist eine ebenso mechanische Raffinesse. Hier zeigt sich oft, wie gut Fahrer, Engine, Team und wagen sich kennen und zusammenarbeiten.